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Zahlreiche Venen unseres Körpers sind auf Grund ihres anatomischen Verlaufes einer Ultraschalldiagnostik zugänglich und können infolgedessen auf schmerz- und gefahrlose Weise untersucht werden.
Im hochauflösenden Schwarz-Weiss-Bild (B-Bild-Sonographie) können die Venenwände und ggf. auch die zugehörigen Venenklappen direkt abgebildet werden. Etwaige Blutgerinnsel bei Venenthrombosen können oftmals bereits mit diesem Untersuchungsverfahren erkannt werden.
Mit verschiedenen Doppler-Verfahren kann zusätzlich der Blutfluss in den Venen mittels Farbkontrastierungen (Farbdoppler) und Aufzeichnung von Strömungskurven im Farbduplex-Verfahren (PW-Doppler)
bzw. mittels Stift-Sonden im CW-Doppler dargestellt werden. Durch vergleichende Untersuchungen im Stehen und Liegen, verschiedene Atemmanöver und durch gezielte manuelle Kompressionen der vor-und nachgeschalteten Beinweichteile können die Flussrichtungen in den Venen, etwaige Undichtigkeiten (Insuffizienzen) der Venenklappen und Störungen des venösen Blutflusses bei Thrombosen sichtbar gemacht werden.
Bei besonders langsamen Venenflüssen, insbesondere im Umfeld von Blutgerinnseln, kann der sogenannte DPI-Mode (Digital-Power-Imaging, Power-Mode, Angio-Mode) zu einer deutlich verbesserten Darstellung noch durchströmter Gefässanteile führen. Zusätzlich können zur verbesserten Kontrastdarstellung bei Erfordernis Signalverstärker (Ultraschallkontrastmittel)
eingesetzt werden. Im Unterschied zu Röntgenkontrastmiteln sind diese Ultraschallkontrastmittel
völlig gefahrlos und frei von Nebenwirkungen (keine Jodüberladung, keine Allergien, keine Schockgefahr, keine Strahlenbelastung).
Die unten stehenden Abbildungen zeigen eine
frische Thrombose in einer Vene. Das Blutgerinnsel
erscheint im Querschnittsbild als rundlich
begrenzte, nicht komprimierbare Struktur mit
irregulären Binnenreflexen, welche das Lumen der
Vene nahezu ausfüllen; lediglich im unteren Bereich
ist noch ein schmales, sichelförmig begrenztes
Restlumen erkennbar (schwarz). In der
Längsschnittsansicht sind Vene und zugehörige
Arterie getroffen; die Vene verläuft oberhalb der
Arterie. Das Lumen der Vene (rot kontrastiert)
bricht nach links hin ab, da es durch einen Thrombus
verlegt wird.

Venenthrombose im Ultraschall
Querschnittsansicht links, Längsschnittansicht
rechts
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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